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Zwei Gemüsebaubetriebe heizen ihre Gewächshäuser bald mit der Abwärme aus Biogasanlagen. Mit dieser Wärme nutzen sie ein Energie-Potential, das zurzeit oft noch ungenutzt bleibt.
Biogasanlagen und Gewächshäuser: Das würde eigentlich ganz gut zusammenpassen. Denn die Anlagen produzieren nicht nur Strom sondern auch viel Wärme. Doch ein grosser Teil davon – über 50 Prozent – verpufft ungenutzt ins Freie. Eine Studie des Bundesamtes für Energie untersuchte Möglichkeiten der besseren Abwärme nutzung in den landwirtschaftlichen Biogasanlagen. Die Beheizung von ganzjährig betriebenen Gewächshäusern beurteilten die Verfasser dabei als «sehr wirtschaftlich». Auch aus anderen Gründen sind Gemüsebaubetriebe bei den Betreibern von Biogasanlagen beliebt: Die auf dem Betrieb anfallenden Gemüseabfälle und Ernterückstände weisen eine hohe Energiedichte auf – deutlich höher als Gülle und Mist beispielsweise –, und sind deshalb sowohl bei den landwirtschaftlichen wie bei den gewerblich-industriellen Biogasanlagen willkommen. Es gibt aber für Gemüseproduzenten noch mehr gute Gründe, die organischen Abfälle in die Vergärung zu geben.

Kleines Video über die Biogas-Anlage in Ruswil:
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Der im letzten Jahr lancierte Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) zeigt, wie viel Energie ein Gebäude gesamthaft verbraucht. Vor allem bei älteren Liegenschaften deckt er Energielecks schonungslos auf, und zeigt wie sanierungsbedürftig sie sind.
Kauft sich jemand einen neuen Kühlschrank, dann zeigt ihm die aufgeklebte Energieetikette, ob das Gerät viel oder wenig Strom verbraucht. Bei einem Haus hingegen kauft man heute noch oft die Katze im Sack. Im schlimmsten Fall mit bösen Überraschungen bei der ersten Strom- oder Heizölabrechnung. Der im letzten Jahr lancierte Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) will dies ändern. Ähnlich wie bei den Haushaltgeräten teilt der GEAK die Häuser je nach Energieverbrauch in die Kategorien A bis G ein. Allerdings ist die ökologische Bewertung eines Gebäudes ungleich komplexer als jene von Backöfen oder Waschmaschinen. Und in die Kategorie A schaffen es – im Gegensatz zu den Haushaltgeräten – nur die wenigsten Häuser.Der Energieberater Andreas Edelmann aus Zürich ist zertifizierter GEAK-Experte und hat im letzten Jahr für über 60 Gebäude einen GEAK ausgestellt. Sieben davon stehen in einer Siedlung in Zürich-Affoltern. Sie wurden allesamt um das Jahr 1946 nach identischen Bauplänen erstellt, mit gleichem Fundament und aus demselben Material. Jedes Haus hat in den folgenden Jahrzehnten seine eigene Geschichte durchlebt. Und das hat Folgen für die energetische Bewertung: «Trotz ursprünglich gleicher Ausgangslage reicht die Bandbreite in der Siedlung im heutigen Zustand von Kategorie C bis F», sagt Andreas Edelmann.
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